Schalmei – Instrument der Renaissance

Schalmeien sind Holzblasinstrumente mit einem doppelten Rohrblatt und einer konisch gebohrten Röhre. Wie bei einer Blockflöte sind vorne Grifflöcher, bei einer Schalmei sind es sieben. Oftmals gibt es noch ein Daumenloch für den linken Daumen. Ihr klang ist laut, nasal und scharf. Zum Bespielen des Instruments wird oft eine Lippenstütze, eine sogenannte Pirouette genutzt, um die Lippen zu entlasten.

Immer noch verbreitet

Durch die Erfindung der Oboe konnte sich die Schalmei in Konzerten mit höfischer Musik nicht länger halten. Im westlichen Mittelmeerraum und der Bretagne wird die Schalmei jedoch bis heute zur Komposition von Volksmusik genutzt, hier sind vor allem außereuopäische, orientalische Schalmeiinstrumente verbreitet.

Aber auch in Deutschland findet die Schalmei immer noch Verwendung: Schalmeienkapellen gibt es deutschlandweit. Sie spielen Märsche und klassische Volksmusikstücke, aber auch moderne Lieder aus der Populärmusik.

Das folgende Video zeigt eine deutsche Schalmeienkapelle.